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Informationen und Aktuelles 2019 bis 2020

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09.01.2021

Ein herzliches Dankeschön an den Fressnapf aus Miesbach

Viele Wünsche unserer Tierheimbewohner wurden an Weihnachten 2020 wahr. Die Fressnapffiliale in Miesbach hatte bei einer Aktion die Wunschzettel unserer Teirheimbewohner an den Weihanchtsbaum gehängt, so dass Besucher entsprechende Geschenke für die Tiere dort kaufen konnten.

Somit kam ein riesiger Kofferraum mit den tollsten Futtermitteln und Spielzeugen für unsere Tiere zusammen!

Unsere Vögel, Katzen, Hasen und Hunde, wie auch der Tierschutzverein möchten sich deswegen ganz herzlich für diese schöne Aktion bedanken.


Pressemeldung

12.05.2021


Auswertung zum illegalen Heimtierhandel 2020:
Dramatischer Anstieg illegal gehandelter Tiere durch Corona - Tierschutzbund stellt düstere Prognose für 2021

10.05.2021 schwarzer Zwergspitz-Welpe aus illegalem Heimtierhandel
Bei den 2020 bekannt gewordenen Fällen von illegalem Heimtierhandel waren Zwergspitze die am häufigsten vertretene Rasse. Diese Welpen müssen im Tierheim zunächst in Quarantäne, da sie nicht gegen Tollwut geimpft sind. © Tierschutzverein Nürnberg e.V./Tierheim Feucht

Die gestiegene Nachfrage nach Haustieren hat den illegalen Welpenhandel im Corona-Jahr 2020 dramatisch angekurbelt - und ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht. Das bestätigt die finale Auswertung der Fälle illegalen Heimtierhandels des Deutschen Tierschutzbunds für das vergangene Jahr. Der Ausblick auf 2021 lässt dabei Schlimmes erahnen: Allein von Januar bis Ende März wurden mit 112 Fällen und fast 800 betroffenen Tieren schon knapp zwei Drittel der Fälle des gesamten letzten Jahres verzeichnet. Dabei hatte sich schon 2020 die Zahl der vom illegalen Handel betroffenen Hunde im Vergleich zu 2019 fast verdreifacht, die Zahl der gehandelten Katzen sogar versechsfacht. Insgesamt wurden 172 Fälle bekannt. Die Tierschützer weisen darauf hin, dass es sich bei den bekannt gewordenen Fällen nur um die Spitze des Eisbergs handelt.

„Die ersten Zahlen für 2021 zeigen deutlich, dass der illegale Tierhandel in diesem Jahr einen traurigen Rekord brechen wird. Der Blick auf die vielen erkrankten und verstorbenen Tiere lässt schon jetzt erahnen, wie viel Tierleid infolge des kriminellen Handels noch entstehen wird. Noch etliche Tiere werden dieses Jahr ihr Leben verlieren“, sagt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Da Tierheime und seriöse Züchter die nicht abreißende Nachfrage kaum decken können, schauen sich viele Menschen nichtsahnend im Internet nach dem sehnlichst gewünschten Tier um. Kriminelle Händler haben somit leichtes Spiel. „Der vermeintlich unkomplizierte Online-Kauf ist gepflastert mit Profitgier, Tierleid und nicht selten dem Tod.“ Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher im Rahmen seiner Bundestagswahl-Kampagne „Mein Schicksal – Deine Wahl“ von den Parteien, sich in der nächsten Legislaturperiode unter anderem für ein sofortiges Verbot des Handels mit lebenden Tieren im Internet einzusetzen.


Welpen leiden an Vielzahl von Krankheiten

Nach Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes waren 2020 insgesamt 1.221 Tiere vom illegalen Heimtierhandel betroffen – davon über 1.050 Hunde, fast ausschließlich Welpen. Dabei handelt es sich nur um die bekannt gewordenen Fälle; die Dunkelziffer liegt wesentlich höher. Über ein Drittel aller Fälle wurde in Bayern aufgedeckt, die zweitmeisten Fälle in Sachsen. Nicht immer wurden die Welpen auch beschlagnahmt: 14 Prozent der Tiere durften in das Bestimmungsland weitertransportiert werden oder befanden sich bereits beim neuen Eigentümer. Zu Beschlagnahmungen kam es in erster Linie wegen Verstößen gegen das Tiergesundheitsgesetz, etwa wenn die vorgeschriebene Tollwut-Impfung fehlte. Unter den vor allem aus Rumänien, Bulgarien, Polen und Ungarn stammenden Tieren befanden sich viele in einem sehr schlechten Allgemeinzustand, sie waren oftmals unterernährt und dehydriert, litten an Durchfall und Fieber. Bei mehr als einem Viertel der Welpen, die an Durchfall litten, konnte die häufig tödlich verlaufende Viruserkrankung Parvovirose festgestellt werden. In einem Viertel der rund 100 Fälle, in denen Angaben zum Überleben der Welpen gemacht wurden, starb mindestens eines oder sogar mehrere der Tiere – trotz aller Bemühungen der Tierheime und Tierärzte, ihr Leben zu retten.


Pressemeldung

30.11.2020

EU-Tierversuchsverbot für Kosmetika in Gefahr

Der Deutsche Tierschutzbund warnt eindrücklich vor einer möglichen Aufweichung des EU-Tierversuchsverbots für Kosmetika. Trotz des Verbots hat die Europäische Chemikalienbehörde (ECHA) einen deutschen Hersteller aufgefordert, zwei UV-Filter im Tierversuch testen zu lassen, welche lediglich in Kosmetika Verwendung finden. Eine Beschwerde des Herstellers wies die Beschwerdekammer der ECHA ab. Der Deutsche Tierschutzbund befürchtet nun einen Rückschritt für den Tierschutz. Gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen hat der Verband sich daher an das EU-Parlament gewandt und fordert, dass das Verbot aufrechterhalten und ausschließlich tierversuchsfreie Teststrategien in allen Bereichen der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen etabliert werden.

„Die Entwicklung ist auf das Höchste alarmierend“, kommentiert Kristina Wagner, Leiterin des Referats für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund. „Das EU-Tierversuchsverbot für Kosmetika war das Ergebnis eines über dreißigjährigen Kampfes von Tierschützern. Auch die EU-Bürger wollten nicht mehr länger hinnehmen, dass Tiere für kosmetische Produkte leiden müssen.“ Mit Inkrafttreten der letzten Stufe des Verbots sind Tierversuche für fertige Kosmetika und für neue Inhaltsstoffe, die ausschließlich in kosmetischen Produkten vorkommen, seit 2013 nicht mehr zulässig. Zudem gilt ein Vermarktungsverbot für in Tierversuchen getestete Kosmetika. Dass nun offenbar die Arbeitssicherheit vorgeschoben wird, um auch rein kosmetische Stoffe wieder im Tierversuch zu testen, ist aus Tierschutzsicht nicht hinzunehmen. Der Deutsche Tierschutzbund hat sich daher mit den größten und auf EU-Ebene agierenden Tierschutzorganisationen zusammengetan: Cruelty Free Europe, ECEAE - European Coalition to End Animal Experiments, Eurogroup for Animals, Humane Society International und PETA UK. Gemeinsam haben sie die EU-Kommission und die Abgeordneten im EU-Parlament aufgefordert, den Wunsch der Bevölkerung zu respektieren und sicherzustellen, dass das EU-Tierversuchsverbot nicht geschwächt oder gar ausgehebelt wird.

Verbraucher- und Arbeitssicherheit auch durch tierversuchsfreie Tests

ECHA und die Beschwerdekammer der Behörde argumentieren damit, dass Arbeiter bei der Produktion nicht gefährdet werden dürften, wenn sie mit den besagten Stoffen in Kontakt kommen. Rückendeckung kommt dafür von der EU-Kommission: Diese hatte bereits in der Vergangenheit geäußert, dass zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit Tierversuche auch für kosmetische Inhaltsstoffe gefordert werden können. „Natürlich ist es notwendig, dass der Arbeitsschutz gewährleistet wird. Dieser lässt sich aber genauso durch tierversuchsfreie Testmethoden sicherstellen, die am Ende auch die Sicherheit der Verbraucher gewährleisten“, erklärt Wagner. Das EU-Tierversuchsverbot für Kosmetik hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass durch die Kosmetikindustrie aussagekräftige tierversuchsfreie Testmethoden entwickelt und behördlich anerkannt wurden. Diese Methoden kommen mittlerweile auch für gesetzlich vorgeschrieben Sicherheitsprüfungen in anderen Bereichen zum Einsatz und sind teils Grundlage von international anerkannten Prüfvorschriften für Chemikalien der OECD. Das Verbot diente zudem zahlreichen Ländern außerhalb der EU als Vorbild für ähnliche Tierversuchsverbote und brachte so weltweit den Tierschutz voran.

Mehr zum EU-Tierversuchsverbot für Kosmetika unter: www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/tierversuche/kosmetik


Pressemeldung

26.11.2020

Pandemie: Tierschutzbund fordert konsequente Regulierung des Wildtierhandels

Der Bundestag berät ab heute über den zukünftigen Handel mit und die private Haltung von exotischen Wildtieren. Um Wildtiere endlich konsequent zu schützen und gleichzeitig das Risiko von Zoonosen und Pandemien einzudämmen, fordert der Deutsche Tierschutzbund eine deutlich schärfere Regulierung. Neben einem bundesweit einheitlichen Sachkundenachweis für Halter hält der Verband unter anderem eine Positivliste für wesentlich, die diejenigen Tierarten definiert, gegen deren Haltung in Privathand aus Tier-, Natur- und Artenschutzgründen sowie Gesundheits- und Sicherheitsaspekten keine Bedenken bestehen.

„Corona zeigt, welche Konsequenzen der rücksichtslose Umgang mit Wildtieren auch für uns Menschen haben kann. Eine konsequente Regulierung des Wildtierhandels wurde bereits im Koalitionsvertrag angekündigt und ist schon lange überfällig. Es ist bedauerlich, dass es offenbar eine Pandemie braucht, um dem Staatsziel Tierschutz in dieser Hinsicht gerecht zu werden und Mensch, Tier und Natur gleichermaßen zu schützen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. In den Anträgen der Parteien seien nun glücklicherweise bereits viele gute Forderungen enthalten. „Nun müssen daraus auch Taten folgen“, so Schröder.

Bisher sind Handel und private Haltung von exotischen Wildtieren in Deutschland weitestgehend noch immer nicht reguliert - und das, obwohl viele Arten nachweislich Träger von Krankheitserregern sind, die auch dem Menschen gefährlich werden können. Auf Tierbörsen und im Internet können Schildkröten, Schlangen, Papageien oder Äffchen problemlos anonym gehandelt und erworben werden - oftmals unüberlegt und ohne, dass die Käufer ihre Sachkunde nachweisen müssten. Für die Tiere bedeutet das meist lebenslanges Leid, da ihre hohen Ansprüche in der Privathaltung kaum erfüllt werden können. Überforderte Käufer, die die spätere Größe oder Lebensdauer der Exoten unterschätzt haben, setzen sie jedes Jahr zu Hunderten aus und gefährden damit nicht nur heimische Ökosysteme, sondern überlassen die Tiere damit dem meist sicheren Tod durch die hiesigen Witterungsbedingungen. Mit einem verpflichtenden Sachkundenachweis für Verkaufspersonal und private Halter, einer Positivliste unbedenklicher Arten sowie einem Verbot für gewerbliche Züchter auf Tierbörsen und für den Onlinehandel mit Tieren könnte diesen Missständen ein Riegel vorgeschoben werden.

EU-Lösung gegen globalen Artenschwund und Pandemien

Der Deutsche Tierschutzbund fordert die deutsche Politik außerdem auf, sich auf EU-Ebene für ein Importverbot von Wildfängen nach dem Vorbild des US-amerikanischen „Lacey Acts“ stark zu machen. Naturentnahmen schwächen die ohnehin schrumpfenden Wildbestände. Besonders bedenklich ist der Import von im jeweiligen Land geschützten, illegal gefangenen Arten, die hierzulande aber legal verkauft werden können. Der Import von jährlich hunderttausenden Wildtieren birgt damit nicht nur das Risiko, dass gefährliche Krankheitserreger eingeschleppt werden, sondern trägt auch zum globalen Artenschwund bei.


Pressemeldung

25.11.2020

Neuer Bericht zum Tierschutz von Masthühnern

Tierschutzbund fordert höhere Standards

Ein neuer wissenschaftlicher Bericht zum Tierschutz von Masthühnern in der EU macht deutlich, dass Verbesserungen notwendig und machbar sind und in der künftigen EU-Gesetzgebung berücksichtigt werden sollten. Der Bericht wurde vergangene Woche von der Eurogroup for Animals vorgestellt – der europäischen Tierschutz-Dachorganisation, der auch der Deutsche Tierschutzbund angehört.

„Die konventionelle Haltung von Masthühnern - mit zu wenig Platz in strukturlosen Haltungssystemen - ist nicht tiergerecht. Die Tiere sind überzüchtet und auch Transport und Schlachtung bringen tierschutzrelevante Probleme mit sich. Es braucht daher dringend höhere Standards von der Zucht bis zur Schlachtung – in Deutschland und der EU“, sagt Inke Drossé, Leiterin des Referats für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Die EU-Kommission sollte im Rahmen der Farm to Fork-Strategie auch die EU-Masthuhn-Richtlinie überarbeiten. Erkenntnisse aus dem neuen Bericht sollten hier unbedingt mit einfließen.“

In dem von der Eurogroup for Animals veröffentlichten Bericht „The welfare of broiler chickens in the EU: from science to action“ zeigen sechs unabhängige Forscher die Tierschutzprobleme in der Hühnermast und –zucht sowie die Defizite der Gesetzgebung auf. Gleichzeitig machen sie deutlich, durch welche Maßnahmen – etwa den Einsatz langsam wachsender Zuchtlinien, mehr Platz oder Beschäftigungsmaterialien und Strukturen wie Strohballen, Pickgegenstände oder Sandbäder – das Wohlbefinden der Tiere, gesundheitliche Beeinträchtigungen und Mortalitätsraten beeinflusst werden können. Auch Probleme und notwendige Verbesserungen bei Transport und Schlachtung kommen zur Sprache. So müssten etwa klimatisierte Transporter eingesetzt werden, um Hitze- und Kältestress bei den Hühnern zu verhindern.

Hinweis an die Redaktionen: Den Bericht „The welfare of broiler chickens in the EU: from science to action“ finden Sie hier: https://www.eurogroupforanimals.org/sites/eurogroup/files/2020-11/2020_11_19_eurogroup_for_animals_broiler_report.pdf


Pressemeldung

24.11.2020

Silvester: Tierschutzbund fordert vollständiges Feuerwerksverbot

Im Vorfeld des morgigen Corona-Gipfels warnt der Deutsche Tierschutzbund vor einer halbherzigen Einigung zum Silvesterfeuerwerk und fordert stattdessen ein flächendeckendes Verbot. Für Tiere bedeutet die Sprengstoffliebe der Deutschen zum Jahrwechsel ohnehin meist einen wahren Albtraum. Ein Feuerwerksverbot, das nur für belebte öffentliche Räume gilt, könnte die Böllerei in diesem Jahr in private Wohngegenden oder die Natur verlagern und so die negativen Auswirkungen auf Haus- und Wildtiere noch verschlimmern.

„Nach dem belastenden Corona-Jahr freuen wir uns alle auf den Jahreswechsel – ein Anlass zum Feiern. Aber das muss nicht mit Knallerei sein, das geht auch still“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Wenn jetzt über Corona-Maßnahmen zu Silvester gesprochen wird, dürfe man auf keinen Fall diejenigen vergessen, die an diesem Tag immer am meisten leiden: „Ein halbherziges Verbot würde die rücksichtslose Knallerei vor privaten Haustüren oder im Nachbargarten nur stärken – und damit Hunde, Katzen und kleine Heimtiere, die in großer Zahl mit uns in den Städten leben, noch stärker belasten, als das bisher ohnehin immer der Fall war“, warnt Schröder und fordert: „Die Bundesregierung sollte sich ein Vorbild an den Niederlanden nehmen, die ein Verbot bereits flächendeckend beschlossen haben.“

Der ohrenbetäubende Lärm, der Brandgeruch und blitzende Lichter am Himmel versetzen Tiere jedes Silvester in Angst und Schrecken. Die meisten Tierarten, darunter auch Hunde und Katzen, leiden aufgrund ihres sensiblen Gehörs besonders unter Raketen und Knallern. Sogar eine dauerhafte Schädigung des Gehörs ist möglich. Durch den ungewohnten Lärm kommt es immer wieder vor, dass Katzen und Hunde in Panik weglaufen und nicht zurück finden – Freigängerkatzen werden um die Silvesterzeit vermehrt als vermisst gemeldet. Aber nicht nur Haustiere ängstigt der Jahreswechsel: Aufgeschreckte Wildtiere im Stadtgebiet, vor allem Wildvögel, verlassen mitten in der Nacht unter erheblichem Stress ihre Schlafplätze. Auch Schweine, Kühe oder Schafe und insbesondere Pferde reagieren empfindlich und können sich erheblich verletzen, wenn sie in Panik versuchen zu fliehen. Auch das Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte deshalb untersagt werden. Im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung besteht nicht zuletzt erhöhte Brandgefahr. Unmengen an Feuerwerkskörpern landen zudem in der Natur und schädigen diese nachhaltig. Denn Raketen und Böller sind mit giftigen Farben bedruckt und enthalten Schwermetalle und andere Schadstoffe, die in Böden und den Wasserkreislauf gelangen können. Aufgrund der Feinstaubbelastung hatten sich mehrere deutsche Städte im vergangenen Jahr bereits dafür entschieden, das Böllern in dicht besiedelten Zonen zu untersagen. Erste Bau- und Supermärkte verzichteten ebenfalls auf den Feuerwerksverkauf. Aus Tierschutzgründen spricht sich der Deutsche Tierschutzbund schon lange für den Verzicht auf Böller aus.


Pressemeldung

20.11.2020

Gericht stoppt Rindertransport nach Marokko

Der Deutsche Tierschutzbund und sein Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen begrüßen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Köln zu einem geplanten Rindertransport nach Marokko. Das Verwaltungsgericht hat in einem Eilverfahren am 18. November durch Beschluss bestätigt, dass das Veterinäramt zu Recht die Genehmigung für den am gleichen Tag geplanten Transport mit 132 trächtigen Rindern verweigerte. Die zuständigen Amtstierärzte des Rhein-Sieg-Kreises hatten den Transport aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht genehmigt. Die beiden Transportunternehmen hatten sich deshalb mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht gewandt.

„Der Beschluss ist ein Erfolg für den Tierschutz und das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises. Dies muss jetzt anderen Veterinärämtern als Vorlage dienen, Transporte nicht abzufertigen, wenn Tierschutz-Vorgaben ganz offensichtlich nicht eingehalten werden können“, kommentiert Frigga Wirths, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. In dem Beschluss verweist das Gericht darauf, dass nicht auszuschließen sei, dass die Kühe unmittelbar nach Ankunft im Zielland mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einer tierschutzwidrigen Behandlung ausgesetzt wären. „Ganz zu schweigen von den Qualen, die die Tiere bereits auf den tagelangen Transporten erleiden, stehen insbesondere die Schlachtpraktiken in Drittstaaten wie Marokko im größtmöglichen Widerspruch zu den Mindeststandards der EU“, erklärt Wirths. „Die Schlachtung findet ohne Betäubung statt, die Blutgefäße am Hals werden mit mehreren sägenden Schnitten durchtrennt. Der Todeskampf der Tiere dauert bis zu 20 Minuten.“ Die Amtsveterinäre hätten richtig gehandelt, diesen Transport zu untersagen.

Auch Zuchtrinder landen schnell am Schlachthof

„Vermeintliche Zuchttiere enden in Drittstaaten ziemlich schnell am Schlachthof: Sie bekommen ihr Kalb, geben vielleicht ein Jahr Milch, dann werden sie geschlachtet“, sagt Wirths. Sie verweist darauf, dass die Nachfrage nach Rindfleisch in Ländern wie Marokko, aber auch in der Türkei, im Libanon, Algerien und Ägypten steige. Um den Bedarf zu decken, müssen hunderttausende Rinder aus der EU und aus Südamerika importiert werden. Währenddessen stagniert die Milchproduktion in diesen Ländern aufgrund der ungünstigen Standortbedingungen, wie der Deutsche Tierschutzbund in seiner Analyse „ Eignen sich deutsche Zuchtrinder zur Milcherzeugung in Drittstaaten? “ darlegt, auf die auch das Verwaltungsgericht Köln Bezug nimmt. Dennoch erklären Milchindustrie und Zuchtverbände seit Jahren unbeirrt, Zuchtrinder-Exporte dienten dem Aufbau einer Milchproduktion in Exportländern. 


Pressemeldung

19.11.2020

Tier- und Artenschutzorganisationen kritisieren neue Zirkusverordnung

Tierschützer fordern Verbot für alle Wildtiere in Zirkussen

Der am Donnerstag vorgestellte Verordnungsentwurf der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu Wildtieren im Zirkus wird von 13 deutschen Tierschutzorganisationen als nicht ausreichend kritisiert. Grund dafür ist, dass unter anderem Tiger und Löwen in Zirkussen vorerst weiterhin erlaubt bleiben sollen, was die Organisationen strikt ablehnen. Positiv zu bewerten ist, dass nach jahrelanger Kritik der Tierschutzorganisationen künftig zumindest Elefanten, Großbären, Primaten, Giraffen, Nashörner und Flusspferde im Zirkus verboten sein werden. Allerdings fordern die Tierschützer für noch vorhandene Tiere eine zeitliche Frist für die Abgabe in geeignete Auffangstationen. In einem gemeinsamen Schreiben an die Ministerin fordern sie Nachbesserungen unter Beteiligung der Tierschutzorganisationen.

„Es ist völlig inakzeptabel, dass bei der Erarbeitung des Entwurfs – trotz gegenteiliger Zusage von Seiten der Ministerin – die Expertise der Tierschützer außen vorgelassen wurde. So kann es zu keiner guten Lösung kommen“, so Undine Kurth, Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzringes.

Löwen und Tiger müssen weiter leiden

Der Bundesrat, Experten, Tierärzte, Tierschützer und zuletzt auch die Agrarministerkonferenz fordern seit Jahren, Wildtiere im Zirkus zu verbieten. „Frau Klöckner will nun endlich reagieren und einige Wildtiere im Zirkus verbieten. Das ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Warum Löwen und Tiger jedoch weiterhin in Zirkussen leiden sollen, ist absolut unverständlich. Das ist mit dem Staatsziel Tierschutz nicht vereinbar“, kritisiert Katharina Lameter von Pro Wildlife. Denn egal ob Dressur, Haltung oder Transport: Zirkusse können aufgrund der systemimmanenten Probleme keine tier- und artgemäße Haltung von Wildtieren gewährleisten. Wissenschaftliche Studien belegen, dass gerade große Beutegreifer wie Löwen und insbesondere Tiger, die in der Natur riesige Gebiete durchstreifen, in Gefangenschaft jedoch häufig Anzeichen von Stress und Verhaltensstörungen zeigen.

Abgabefrist für in Zirkus gehaltene Tiere fehlt

Außerdem kritisieren die Tierschützer, dass sich das Verbot nur auf neu angeschaffte Tiere bezieht. Gemäß der geplanten Verordnung sollen die aktuell in deutschen Zirkussen lebenden Wildtiere bis zum natürlichen Ableben gehalten, dressiert und zur Schau gestellt werden dürfen. Die Mehrheit der EU-Staaten haben ihre Verbotsregelungen mit konkreten Übergangsfristen für ein Auslaufen der Tierhaltung versehen. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium ist hier in der Pflicht und muss gemeinsam mit Tierschützern, Zoos und Auffangstationen Möglichkeiten schaffen, die verbleibenden Wildtiere baldmöglichst artgerecht unterzubringen. „Wir decken regelmäßig gravierende Tierschutz-Missstände in Zirkussen auf“, berichtet Denise Schmidt von VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz. „Daher brauchen diese Tiere dringend eine zeitnahe Lösung.“

Keine Sonderstellung für Zirkusse

Die Sonderstellung, die Zirkussen bei der Haltung ihrer Wildtiere bisher zugesprochen wird, lässt sich wissenschaftlich nicht vertreten. „Dressur und Auftritte der Tiere sind kein Ersatz für artgemäße Unterbringung und Sozialstrukturen. Während Zoos und Tierparks durch das sogenannte Säugetiergutachten bestimmte Mindestvorgaben erfüllen müssen, gelten für die gleichen Tiere im Zirkus nicht einmal diese“, so James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund. Die Tierschutzorganisationen fordern daher, dass die im Säugetiergutachten festgeschrieben Haltungsbedingungen auch für Zirkusse gelten müssen und die sogenannten Zirkusleitlinien abgeschafft werden.

Die folgenden Organisationen fordern Julia Klöckner auf, den Verordnungsentwurf zum Verbot bestimmter Wildtierarten in Zirkussen entsprechend der geäußerten Kritikpunkte zu überarbeiten: Deutscher Naturschutzring, Deutscher Tierschutzbund, VIER PFOTEN – Stiftung fu¨r Tierschutz, PETA Deutschland, Pro Wildlife, Bund gegen Missbrauch der Tiere, animal public, Bundesverband Tierschutz, Aktionsgruppe Tierrechte Bayern, Future for Elephants, endlich-raus.JETZT, Vogelschutz Komitee und Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht.


15.10.2020


30.09.2020


24.04.2020


MITTWOCH 22. April 2020 TEGERNSEER ZEITUNG


17.04.2020


Nr.89|Freitag, 17. April 2020 TEGERNSEER TAL· SEEGEIST


06.04.2020


25.02.2020

Pressemeldung Tiertöter im Landkreis Landsberg – 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt

Am vergangenen Freitag, den 21. Februar 2020 erhielt Andrea Mittermeir, 1. V orsitzende des Vereins „Katzentatzen“ von einem Vereinsmitglied einen Anruf, dass er mehrere tote Katzen auf dem Mittelstreifen der Bundesstraße B 17, Ausfahrt Igling (Landkreis Landsberg am Lech) entdeckt habe. Der Melder ist als LKW - Fahrer tätig und hält immer die Augen nach T otfunden offen, damit die Tierhalter Hinweise über den Verbleib ihre Tiere erhalten. Frau Mittermeir stellte dann vor Ort fest, dass sich in dem Gebüsch auf dem Mittelstreifen sieben tote Katzen befanden. Diese waren von der darüber führenden Brücke heru ntergeworfen worden und befanden sich in verschiedenen Verwesungsstadien.

Bereits am 4. Juli 2019 waren an derselben Stelle vier tote Katzen gefunden worden, wovon eine ein Schädel - Hirn - Trauma aufwies. Die anderen konnten aufgrund ihres Verwesungsz ustandes nicht m ehr untersucht werden. Von den sieben aktuellen Totfunden konnten inzwischen fünf, u.a. über den implantierten Chip, identifiziert und ihre Besitzer gefunden werden. Alle diese Katzen stammten aus demselben Wohngebiet der Gemeinde Igling. Nachdem erst ver gangene Woche zwanzig tote Tauben in Bereich des Iglinger Baggersees gefunden wurden, ist davon auszugehen, dass hier ein Tierquäler am Werk ist.

Bayerns Tierschützer sind entsetzt: Ilona Wojahn, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern e.V.: „Diesem Täter muss schnellstens das Handwerk gelegt werden, er tötet nicht nur wehrlose Tiere, er bringt auch viel Leid über deren Halter. Die betroffenen Familien sind fa ssungslos und Kinder müssen den Verlust geliebter Haustiere verarbeiten. Wir bitten jeden, der Hinweise auf diese Person (en) geben kann, sich zu melden um weitere Taten zu verhindern .“

Inzwischen haben acht bayerische Tierschutzvereine ( Dingolfing , Rosenheim, Tierschutzschule Hammelburg, Garmisch - Partenkirchen, Pfaffenhofen, Tegernseer Tal, Katzentatzen und das Tierparlament Mehring) jeweils Euro 500 als Belohnung ausgesetzt und der Deutsche Tierschutzbund , Landesverband Bayern stellt ebenfalls Euro 1.000 zur Verfügung so dass insgesamt eine Belohnung von Euro 5.000 für die Ergreifung des Täters ausgesetzt ist.

Ilona Wojahn: „Wir haben bewusst eine sehr hohe Belohnung ausgesetzt, damit der Täter gefasst und ihm für immer das Handwerk gelegt wird. Wir hoffen auf sachd ienliche Hinweise aus der Bevöl k erung “.

Hinweise (auch vertraulich) nehmen entgegen:
Andrea Mittermeier, Katzentatzen (0175 9775983)
Tessy Lödermann, Vizepräsidentin Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V. (015228628307).


25.02.2020

Illegaler Tiertransport mit Rassekatzen gestoppt


Am Samstagnachmittag kontrollierten Beamte der Bundespolizei an der A3 Nähe Waidhaus, Landkreis Neustadt an der Waldnaab, einen extrem vollbeladenen Transporter mit rumänischer Zulassung. Bei der angeordneten Teilräumung des Fahrzeugs zur Kontrolle der Ladung wurde man auf Tiergeräusche aufmerksam. Die Beamten fanden vier unter anderem Ladegut versteckte zugeklebte Bananenkartons und einen kleinen Transportkorb, in völliger Dunkelheit und bei viel zu geringer Luftzufuhr, in denen sich insgesamt 29 Katzenwelpen der Rassen Scottish Fold und Karthäuser im Alter von 6-10 Wochen befanden. Die Katzen hatten weder Wasser noch Futter zur Verfügung. Auch im Transporter wurden diese lebensnotwendigsten Dinge für die Tiere nicht mitgeführt. Unter diesen Gegebenheiten ist davon auszugehen, dass zumindest ein Teil der Tiere den Transport nicht überlebt hätte. Die viel zu früh ihren Müttern entrissenen Katzenbabys stammen aus der Ukraine und waren für Käufer in Portugal bestimmt. Sie hatten allesamt weder gültige Papiere, noch den gesetzlich vorgeschriebenen Tollwutimpfschutz. Welpen dürfen aus EU-Staaten und gelisteten Drittländern nur mit einem ausreichenden Tollwut-Impfschutz nach Deutschland eingeführt werden bzw. Deutschland im Transit passieren. Dieser ist frühestens im Alter von 15 Wochen gegeben, da Tollwut erst mit 12 Wochen wirksam geimpft werden kann. Jungtiere aus nicht gelisteten Drittländern, zu denen die Ukraine als Nicht-EU-Mitglied gehört, sind erst mit 7 Monaten einfuhrfähig.

Der Amtstierarzt, der, ebenso wie ein Vertreter des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern zur Unterstützung der BPol angefordert wurde, stellte die Katzenbabys nach einer eingehenden Untersuchung und Altersbestimmung sicher und wies diese zur Quarantäne in drei bayerische Tierheime ein, wo sie nunmehr viele Wochen in Quarantäne verbringen müssen. Alle erhielten sofort tierärztliche Versorgung, denn einige reagierten bereits mit Fieber auf die Strapazen des Transportes.
Den Fahrer und Eigentümer der Tiere erwartet nun eine Strafanzeige wegen verschiedener Verstöße gegen das Tierschutzgesetz, der Tierschutztransportverordnung, dem Tiergesundheitsgesetz und die Binnenmarkt Tierseuchenverordnung.

Auch wenn es sich in diesem Fall um einen Transittransport handelt und die Tiere nicht für deutsche Käufer bestimmt waren, appelliert der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V.dringend an alle, die einem Tier ein Zuhause geben möchten, diese nicht über illegale Kanäle importieren zu lassen und nicht bei dubiosen Händlern im Internet zu bestellen. Jeder, der sich auf diesem Wege ein vermeintlich billiges Rassetier anschafft, trägt eine Mitschuld an Tierleid und Tierqual, die bereits bei den Elterntieren in den ost- und südeuropäische Zuchtanlage beginnt.


Fotos: © Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V.


17.02.2020

Pressemitteilung: Neuwahlen im Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern, Ilona Wojahn neue Präsidentin

Am 23.11.2019 fand im Arche-Noah-Saal des Tierheims Nürnberg die Jahreshauptversammlung des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern, mit turnusmäßigen Neuwahlen des gesamten Präsidiums statt. Dagmar Wöhrl, 1. Vorsitzende und Ehrenpräsidentin des Tierschutzvereins Nürnberg- Fürth und Umgebung e.V., hieß die Delegierten der Mitgliederversammlung als Hausherrin herzlich willkommen.

Die bisherige Präsidentin, Nicole Brühl, stellte sich aus beruflichen und familiären Gründen nicht wieder für das Amt zur Verfügung. Sie wird dem Tierschutz als Vorsitzende von SOS Projects e.V. mit dem Sonnenhof Rottenbuch weiterhin die Treue halten und auch den Landesverband und auch den Bundesverband weiterhin unterstützen.

Nach der einstimmigen Verabschiedung der Satzungsneufassung des Landesverbandes fanden die Neuwahlen statt. Zur neuen Präsidentin wurde die bisherige Vizepräsidentin Ilona Wojahn ohne Gegenstimme gewählt. Als Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e.V und Vorstand der Anja Wojahn Stiftung ist sie seit zwölf Jahren ehrenamtlich im Tierschutz aktiv und führt das Tierheim Quellenhof im niederbayerischen Reisbach.

Die langjährige Vizepräsidentin Tessy Lödermann wurde ebenfalls ohne Gegenstimme im Amt bestätigt, der bisherige Beisitzer Wolfgang Friedl zum neuen Vizepräsidenten gewählt. Evelin Klose bekleidet weiterhin das Amt der Schatzmeisterin, während Herbert Sauerer zum neuen Schriftführer gewählt wurde. Als Beiräte werden künftig Dr. Markus Baur, Manuela Braunmüller, Andreas Brucker, Robert Derbeck, Johanna Ecker-Schotte, Marion Friedl, Johannes Saal und Andrea Thomas im Präsidium mitwirken.

Im Kurzreferat „Animal Hoarding – eine Herausforderung für Bayerns Tierheime“ stellten Tessy Lödermann und Andreas Brucker dar, mit welchen Problemen die Tierheime konfrontiert werden, wenn große Tierhaltungen oder ehemalige Zuchten ausufern und auf einen Schlag viele Tiere aus oft katastrophaler Haltung untergebracht werden müssen. „Es mache sie stolz, den hervorragenden Zusammenhalt und das gute Netzwerk der Mitgliedsvereine und Tierheime in solchen Situationen zu erleben“, so Lödermann.

Der Geschäftsbericht zeigte das vielschichtige Bild der Arbeit des Präsidiums und Landesverbandes. Es reicht von der Betreuung und Beratung der Mitgliedsvereine in Fragen der Vereinsarbeit, bei Bau- und sanierungsvorhaben, über finanzielle Unterstützung bei der Kastration herrenloser Katzen bis hin zu wichtigen politischen Themen.

Ein wichtiger Meilenstein wurde nach jahrelangen intensiven Bemühungen, den Freistaat Bayern für die Tierheime in die Mitverantwortung zu nehmen, erreicht. Nachdem 1994 die bis dahin im Bayerischen Staatshaushalt enthaltenen 100.000 DM als Bagatellförderung ersatzlos gestrichen wurden, werden nunmehr erstmals wieder im Doppelhaushalt 2019/2020 2 Million Euro zur Förderung der Tierheime und
200. 000 Euro für die Kastration herrenloser Katzen zur Verfügung gestellt.

Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V., sieht sich nicht nur verantwortlich für Tierheimtiere. Die gegenwärtige Debatte um Klimawandel und den damit verbundenen klimaangepassten Waldumbau unter dem Motto „Wald vor Wild“ darf nicht einseitig zu Lasten der heimischen Wildtiere gehen.
Wildtiere haben als integraler Bestandteil unseres Waldökosystems und als Mitgeschöpfe ihre Daseinsberechtigung und unseren Schutz verdient. Ebenso gilt es, den Kampf fortzusetzen, damit Zirkusse endlich frei von Wildtierdressuren werden und grausame Tierversuche generell nicht mehr zugelassen werden.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete zwei Resolutionen: „Auch in Zeiten des Klimawandels – mehr Achtung für unsere Wildtiere“ und „Für mehr Tierschutz in Bayern – Behörden in die Pflicht“. Letztere fordert bayernweit einheitliche Regelungen und kostendeckende Finanzierung der Fundtierbetreuung, die Pflichtaufgabe der Kommunen ist, sowie eine deutlich bessere personelle und finanzielle Ausstattung der Veterinärämter, um den Vollzug des Tierschutzes zu gewährleisten und Missstände in der Tierhaltung zu verfolgen.

Die scheidenden Präsidiumsmitglieder Nicole Brühl, Peter Eberhardt und Heinz Krämer wurden für ihr langjähriges Engagement mit dem „Bayerischen Tierschutz-Zamperl“ geehrt.

Der bisherige Vizepräsident Heinz Krämer wurde für fünfunddreißig Jahre unermüdlichen Wirkens für den Tierschutz und ebenso lange Mitarbeit im Präsidium mit der „Goldenen Ehrennadel“ des Landesverbandes geehrt und auf Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenvizepräsidenten auf Lebenszeit ernannt.

Marion Friedl, bisher Vizepräsidentin und künftige Beirätin, wurde mehr als dreißig Jahre erfolgreiche Tierschutz-Jugendarbeit mit der „Silbernen Ehrennadel“ ausgezeichnet.

„Wichtige Aufgaben und Themen und große Herausforderungen liegen vor uns. Der Zusammenhalt und die Solidarität unter den Tierschutzvereinen sind eine wichtige Voraussetzung, diese erfolgreich zu meistern. Uns eint das gleiche Ziel, dass Tiere als Mitgeschöpfe geachtet und geschützt werden.“ betonte die neue Präsidentin im Schlusswort.

Foto1: v.l.n.r.
1. Reihe: Tanja Schnabel, Tierheimleiterin, Manuela Braunmüller, Dagmar Wöhrl, Tessy Lödermann, Ilona Wojahn, Marion Friedl, Nicole Brühl
2. Reihe: Andreas Brucker, Andrea Thomas, Wolfgang Friedl, Johanna Ecker-Schotte, Evelin Klose, Robert Derbeck, Peter Eberhardt
3. Reihe: Herbert Sauerer, Heinz Krämer, Johannes Saal

Nicole Brühl, Heinz Krämer, Ilona Wojahn


03.02.2020



Trotz Zielvorgabe der EU:

Erneut fast drei Millionen Tiere in Versuchen „verbraucht"

Maus im Tierversuch

Der Deutsche Tierschutzbund übt scharfe Kritik an der Bundesregierung, die erneut von der Erreichung des gemeinsamen Ziels der EU-Mitgliedstaaten, Tierversuche langfristig vollständig zu ersetzen, meilenweit entfernt ist. Aktuell veröffentlichte Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigen, dass die Zahl der in Versuchen „verbrauchten“ Tiere unverändert hoch ist: 2.825.066 Tiere kamen im Jahr 2018 in Tierversuchen zum Einsatz, im Vorjahr waren es 2.807.297.

„Die Zahlen beweisen schwarz auf weiß, dass sich absolut nichts bewegt“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Bundesregierung schafft es auch nicht annähernd, ihren wohlklingenden Ankündigungen im Koalitionsvertrag Taten folgen zu lassen. Im Gegenteil: Tierversuche als vermeintlicher Goldstandard haben nach wie vor oberste Priorität. Statt endlich eine dringend notwendige Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen zu erarbeiten, verkündet das BMEL sogar, man könne auf Tierversuche derzeit noch nicht verzichten. Dass sich an dieser Aussage auch in Zukunft nichts ändern wird, dafür sorgt die Bundesregierung gleich selbst: Tierversuchsfreie Forschung wird weiterhin nur stiefmütterlich behandelt; Fördergelder nur im mikroskopischen Bereich gezahlt. So kann ein Ausstieg nicht gelingen.“ Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert zudem die mangelhaften gesetzlichen Regelungen zu Tierversuchen, die absolut nicht mit den Vorgaben der EU übereinstimmen. Für die Korrekturen, die die Europäische Kommission in ihrem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland angemahnt hatte, will sich die Bundesregierung noch bis Ende 2020 Zeit lassen.

Anstieg bei Zahl der Hunde

2018 kamen mit 85 Prozent vor allem Mäuse und Ratten zum Einsatz. Die Zahl der Mäuse stieg im Vergleich zum Vorjahr um 140.000 auf über 2,1 Millionen Tiere – und knackte damit zum ersten Mal seit 2014, als die Erfassungskriterien geändert wurden, die 2-Millionengrenze. Am dritthäufigsten wurden Fische (8 Prozent) eingesetzt. Aber auch 85.645 Kaninchen und 765 Katzen mussten in Versuchen leiden. Die Zahl der verwendeten Hunde stieg um über 600 Tiere auf 3.993 - eine Steigerung um 20 Prozent. Die Zahl der Affen blieb mit 3.324 Tieren auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt 124.702 Tiere, also fast 10.000 mehr als zuvor, mussten den höchsten Grad an Schmerzen, Leiden und Schäden erleiden. Bei fast einer Million Tiere wurde deren Erbinformation manipuliert, um sie künstlich krank oder dem Menschen ähnlicher zu machen.

Großteil der Tiere entfällt auf die Grundlagenforschung

44 Prozent der in Tierversuchen verwendeten Tiere diente der reinen Grundlagenforschung – also für Versuche ohne konkreten oder absehbaren Nutzen für den Menschen. Weitere 23 Prozent wurden bei der Herstellung oder Qualitätskontrolle von medizinischen Produkten oder für toxikologische Sicherheitsprüfungen verwendet, wie sie etwa für Wandfarbe vorgeschrieben sind. 15 Prozent dienten der Erforschung von Erkrankungen von Menschen und Tieren. Ebenfalls etwa 15 Prozent wurden für die Erhaltungszucht von genetisch veränderten Tieren – in den meisten Fällen Mäusen – verwendet.


24.01.2020

Ich tue nicht etwas Gutes, um später etwas zurückzubekommen. Ich tue Gutes, weil es sich gut anfühlt zu Geben. Denn dein heutiges Handeln bestimmt dein Morgen.



Heute war es wieder so weit und ich durfte dem Tierschutzverein Tegernseer Tal meine Spende über 500 € übergeben.

Für mich ist das eine absolute Herzensangelegenheit. Ich finde es so wichtig, dass wir - vor allem in der heutigen Zeit - uns bewusst damit auseinander setzen, wer auf unsere Hilfe angewiesen ist und mit was wir etwas verändern können. Viele Menschen und Tiere brauchen Unterstützung.

Unsere Natur braucht Unterstützung. Die Welt braucht uns. Sie braucht, dass wir die Augen aufmachen, dass wir nicht wegschauen. Dass wir uns mit ihr befassen und dass wir versuchen jeden Tag die beste Version von uns selbst zu sein. Das bedeutet Karma für mich - achte auf Dich und achte die Menschen und die Welt um dich herum. Wenn Du den ersten Schritt in die richtige Richtung gehst und etwas positives veränderst, werden viele positive Dinge zu Dir zurückkommen.

Hinter so einer Spendenaktion stecken natürlich auch viele liebe Helferlein, die bereit waren, dass ich die kleinste Apotheke der Welt, den Forever Aloe Lips bei Ihnen ausstellen durfte. Ich möchte mich bei folgenden Geschäften im Landkreis Miesbach bedanken:
DressCode by FTN, Heidis Haarlokal, Haar-Galerie Melen Subasi, Rosentraum Miesbach Das Teehaus,, Kosmetik Michaela Reheis, Kosmetik Pure by Marlene, verkorkst by Maria Riesch. Außerdem möchte ich mich von Herzen bei Phil Ritter und Samantha Capko bedanken, die mir die Möglichkeit Forever aufgezeigt haben. Ihr habt mir nicht nur ein tolles Produkt gezeigt, ihr habt mich vor allem persönlich auf den Weg geschickt, auf dem ich heute unterwegs bin. Und vor allem danke ich meiner Familie und meinen Freunden, die mich auch bei dieser Aktion wie immer zu 100% unterstützt haben. Egal, was ich mir in den Kopf setze, ihr versucht es immer mit mir möglich zu machen. Und zuletzt ein großes DANKE an die engagierten Menschen im und um das Tierheim, was ihr täglich leistet verdient unseren größten Respekt.
Louisa Rosenfelder


28.12.2019


25.12.2019

Silvesterknallerei und Tiere!!!

Für viele Menschen bedeutet das Feuerwerk zu Silvester Spaß, für Tiere dagegen oft Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern löst die Knallerei sogar Panik aus. Tierhalter können Vorkehrungen treffen, damit ihre Tiere gut ins neue Jahr kommen.

So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten am Silvesterabend unbedingt im Haus bleiben. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen als souveräner „Rudelführer“ durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird.

Wildtiere und Tiere auf Bauernhöfen

Ein Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte tabu sein: denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.


Weihnachtsbrief 2019 (PDF - bitte hier klicken)


04.12.2019.2019

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

 

13.12.2019

Tierheime stoppen Vermittlung:

Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Alle Jahre wieder werden Tiere zu Weihnachten unüberlegt verschenkt – und landen über kurz oder lang im Tierheim oder auf der Straße. Viele Tierheime haben deshalb nun zur Weihnachtszeit die Vermittlung gestoppt. Der Deutsche Tierschutzbund stellt klar: Tiere sind keine Geschenke. Wer seinen Liebsten verantwortungsbewusst eine tierische Freude machen möchte, trifft mit einem Gutschein für einen Tierheimbesuch, einer Tier-Patenschaft oder Ratgeberlektüre klar die bessere Wahl.

„Tierheime schauen natürlich das ganze Jahr über bei der Vermittlung genau hin, um sicherzugehen, dass das Tier zu den richtigen Menschen und in ein „Zuhause für immer“ einzieht. Vermittlungsstopps vor Weihnachten sind aber trotzdem ein wichtiges Signal: Ein Tier ist ein Lebewesen - keine Sache, die wie ein Spielzeug oder ein Kleidungsstück auf einem Wunschzettel abgehakt und im Zweifel gar umgetauscht werden kann“, sagt Miriam Holbach, Referentin für Tierheime beim Deutschen Tierschutzbund. Von Spontan- und Überraschungskäufen rät sie deshalb dringend ab: „Die Entscheidung für ein Tier sollte immer nur gut informiert und durchdacht getroffen werden, in Rücksprache mit allen Beteiligten.“

Nach den Feiertagen, aber oft auch erst im Laufe des neuen Jahres werden viele unüberlegt verschenkte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben. Die Gründe sind vielfältig: Unerwartete Kosten oder die bis dahin unbekannten Ansprüche des Tieres lassen die Freude über ein neues Familienmitglied teils schnell vergehen. Oft bemerken Eltern auch erst zu spät, dass ein Großteil der Versorgung – das Füttern, das Säubern des Geheges oder das Gassi gehen – nicht von den Kindern übernommen werden kann und an ihnen hängen bleibt. Hinzu kommen spätestens im Sommer die Urlaubspläne, bei denen das Tier dann vielfach im Weg steht.

Tierische Alternativen für die Festtage

Auch wenn die Entscheidung gut überlegt ist, ist das Weihnachtsfest mit all seinem Trubel kein idealer Zeitpunkt für den Einzug eines tierischen Mitbewohners, so der Deutsche Tierschutzbund. Stellvertretend bietet sich gute Ratgeberlektüre zur Vorbereitung oder geeignetes Zubehör an. Eine tolle Alternative kann auch ein Gutschein für einen gemeinsamen Tierheimbesuch im neuen Jahr sein, an dem die erfahrenen Mitarbeiter*innen dann helfen können, das passende Tier zu finden. So kann Kindern von Anfang an ein verantwortungsbewusster Umgang mit dem zukünftigen tierischen Gefährten vermittelt werden. Tierfreunde, die aus guten Gründen den Wunsch nach einem Tier ausschlagen müssen, können alternativ auch Tierpatenschaften oder eine Mitgliedschaft im Deutschen Tierschutzbund verschenken, um ganz unmittelbar die wertvolle Arbeit der Tierheime zu unterstützen.


Romantischer Advent im Tierheim, Sonntag, 8. Dezember 2019 mit dem "Nikolaus" , den Lamas vom Lamaland Loher, Feuerzauber, Räucherwerk und Kerzenschein.

Mit selbst gebackenen heißen Waffeln, Punsch für klein und groß, Raclette, Kaffee und Kuchen konnten all unsere Gäste verwöhnt werden!

Am Sonntag konnte eine der schönsten Veranstaltung des Jahres im Tierheim verzeichnet werden. Viele nette Besucher und Tierfreunde konnten bei dieser romantischen Veranstaltung die Arbeit des Tierheims und des Vereins bestaunen und bei zauberhafter Stimmung das ein oder andere Schmankerl zu sich nehmen.

 

 


12.11.2019

12. Zamperlrennen der Hudnefreunde Oberland zugunsten des Tierheims Rottach-Egern

Obwohl das Wetter anfangs einige Kapriolen schlug, hatten sich wieder zahlreiche Zuschauer und Teilnehmer zum 12. Zamperlrennen eingefunden.

Dank vieler Kuchenspenden, selbstgebasteltem Hundespielzeug und großzügigen Geldspenden konnte man am Ende wieder 1000 € an das Tierheim Rottach-Egern übergeben.

Vielen Dank an das Gästehaus Göttfried und die Bäckerei Ratschiller für die Unterstützung, sowie unser Team aus Oberland für die Organisation und Durchführung des lustigen Rennens.

Wir vom Tierheim Rottach-Egern möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Andrea Strasser bedanken, welche dieses lustige Rennen zu gunsten unsere Tiere nun bereits seit 12 Jahren durchführt!

Weitere Infos und Fotos unter: https://www.hundefreunde-oberland.de/


24.10.2019.2019

Wildtiere sind keine Zirkustiere

Gemeinsame Pressekonferenz vom Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. und vom Deutschen Tierschutzbund e.V.

Der Deutsche Tierschutzbund und der Hamburger Tierschutzverein machen auf das Leid von Wildtieren im Zirkus aufmerksam. Anlass ist das anstehende Gastspiel des „Circus Krone“ (28.9.-22.10.). Die heutige Pressekonferenz ist zudem Startschuss für eine Plakataktion der beiden Verbände, die ab dem 25. September mit zwei ausdrucksstarken Motiven die Situation der Zirkustiere deutlich macht. Die Motive sind bis Mitte Oktober auf mehr als 800 Flächen in Hamburg zu sehen.

„Dass Elefanten, Tiger, Löwen und ein Nashorn in der Manege vorgeführt werden und herabwürdigende Mätzchen machen müssen, nur um das Publikum zu unterhalten, entspricht nicht unseren moralischen Vorstellungen – mit Tradition ist diese Herabwürdigung von Tieren nicht zu rechtfertigen“, sagt Sandra Gulla, 1. Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ergänzt: „Insbesondere Wildtiere stellen hohe Ansprüche an ihre Unterbringung. In einem fahrenden Unternehmen sind diese nicht zu erfüllen – egal, wie sehr der Zirkus selbst seine Tierhaltung schönredet.“

Immer wieder Zwischenfälle
Außerdem kommt es mit Wildtieren im Zirkus immer wieder zu Zwischenfällen. Am 4. Juli war eine Elefantenkuh des „Circus Krone“ bei einer Vorstellung in Osnabrück über die Begrenzung des Zuschauerbereiches gestürzt. Ursache war, dass drei Elefantenkühe in der Manege aneinandergeraten waren. Einen Monat zuvor, am 6. Juni 2018, brach im rheinland-pfälzischen Neuwied bei „Circus Krone“ ein Elefant aus und lief unkontrolliert durch die Stadt. „Ein Wildtierverbot im Zirkus ist daher nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch im Hinblick auf die Gefährdung von Menschen unumgänglich“, so Thomas Schröder.

„Aufgrund der regelmäßig vorkommenden Unfälle mit Zirkustieren muss die Stadt Hamburg alle Möglichkeiten ausschöpfen, Auftritte von Wildtieren in Zirkussen im Stadtgebiet auf der Grundlage des Ordnungsrechts zu unterbinden und sich weiterhin vehement für ein bundesweites Wildtierverbot in Zirkussen einsetzen“, fordert Sandra Gulla. Und ergänzt: „Es gibt alternativ viele Freizeitmöglichkeiten, die ohne Tierleid auskommen.“

Vorgaben für Zirkusse sind gänzlich unzureichend
Die Vorgaben zur Tierhaltung, die die „Zirkusleitlinien“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums machen, sind aus Sicht der Tierschützerinnen und Tierschützer veraltet und erschreckend gering. Winzige Außengehege bieten in der Regel kaum Abwechslung oder artgemäße Beschäftigung. Das immer wieder herangezogene Argument, dass Wildtiere im Zirkus durch Dressur und Auftritte körperlich und geistig gefordert werden, hält einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht stand.

Tierschützer und Bundesrat fordern Wildtierverbot
Neben dem Appell der Tierschützer hat auch der Bundesrat bereits drei Mal die Bundesregierung dazu aufgefordert, ein bundesweites Verbot für Wildtiere im Zirkus zu erlassen – darunter auch auf Initiative Hamburgs im Jahr 2011. Während immer mehr europäische Länder mit gutem Beispiel vorangehen und entsprechende Beschlüsse zu Wildtierverboten fassen, wie zuletzt Irland, Italien oder Dänemark, hat die Bundesregierung es jedoch über Jahre versäumt, ein solches Verbot einzuführen. Stattdessen vergeben immer mehr Kommunen keine Standflächen mehr an Zirkusse, die Wildtiere mit sich führen – aus Tierschutzsicht ein Schritt in die richtige Richtung.


09.10.2019


21.08.2019

Lieblingstier - Tierheimtier: So einzigartig wie Du!

Deutscher Tierschutzbund gibt Leitmotto zum Welttierschutztag bekannt

Zum diesjährigen Welttierschutztag am 4. Oktober ruft der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinen über 740 Mitgliedsvereinen das Leitmotto „Lieblingstier - Tierheimtier“ aus. Die Tierschützer wollen damit aufzeigen, dass die Übernahme eines Tierheimtiers nicht nur bedeutet, einem Tier in Not zu helfen, sondern vor allem auch, einen einzigartigen Freund zu finden.

„Für jeden, der sich ein Tier wünscht, sollte der erste Gang ins Tierheim führen, wo tausende tolle Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Jedes Tierheimtier bringt seine eigene Geschichte, aber auch seinen ganz eigenen Charakter mit: Es gibt Frohnaturen, ausgeglichene und zurückhaltende Gemüter oder auch ängstliche Persönlichkeiten. Tiere sind Unikate, so wie wir selbst. Die Tierheimmitarbeiter wissen dies und achten genau darauf, dass Tier und Halter zusammenpassen. So knüpfen Tierheime einzigartige Bündnisse für‘s Leben!“


Die mehr als 550 dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierheime nehmen jedes Jahr etwa 370.000 Tiere auf, die aus unterschiedlichsten Gründen abgegeben, gefunden oder aus leidvoller Haltung gerettet werden, darunter knapp 150.000 Katzen und 75.000 Hunde und 50.000 Kleinsäuger. Obwohl Tierheime immer wieder an die Grenzen ihrer finanziellen und räumlichen Kapazitäten stoßen, wählen die Mitarbeiter und Helfer stets sorgfältig aus, an wen ihre Schützlinge weitergegeben werden und begleiten die Vermittlung beratend und kontrollierend. Zum Welttierschutztag will der Deutsche Tierschutzbund als Dachverband der Tierheime deshalb auch auf die großartige Arbeit hinweisen, die die vereinseigenen Tierheime und Auffangstationen vor Ort leisten. Der Dachverband setzt sich für die dringend notwendige Unterstützung der Tierheime durch die Kommunen ein und fordert einen Investitionstopf, mit dem etwa dringend notwendige Renovierungen von Tierhäusern in Angriff genommen werden können.


19.08.2019

Tierheime helfen:

Vier Animal Hoarding-Fälle in einer Woche

© Tessy Lödermann

Innerhalb nur einer Woche, zwischen dem 10. und 18. Juli, sind vier Fälle von Animal Hoarding bekannt geworden: in Essen, Marktoberdorf, Ahrweiler und Stuttgart. Tierheime versorgen derzeit die mehr als 800 Tiere, darunter Hunde, Mäuse, Kaninchen und Ratten.

„Die Tierschützer in den Tierheimen waren gleich zur Stelle und leisten gerade wieder Unglaubliches, indem sie sich aufopferungsvoll um die Opfer der aus dem Ruder gelaufenen Tierhaltungen kümmern“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

Weil die Tierheime dabei häufig an ihre finanziellen, personellen und psychischen Grenzen stoßen, fordert der Verband Unterstützung: „ Tierheime helfen , aber sind selbst auch auf Hilfe angewiesen. Insbesondere die Versorgung vieler kranker Tiere auf einmal ist mit enormem personellen Einsatz und hohen finanziellen Kosten für die tiermedizinische Behandlung verbunden“, so Schröder.

Leid für Tiere und Menschen
500 Mäuse am 10. Juli 2019 in Essen, etwa 100 Kaninchen am Tag darauf in Marktoberdorf, 200 Hunde am 16. Juli in Ahrweiler und ein Fall mit circa 80 bis 300 Ratten in Stuttgart, bekannt geworden am 18. Juli: Animal Hoarding ist ein bundesweites Phänomen, unter dem die Tiere, aber auch die betroffenen Menschen leiden. „Bei der Sucht Tiere zu sammeln handelt es sich um ein Krankheitsbild, das schleichend voranschreitend und zu einer immer stärkeren Verwahrlosung der Tiere führt – bis hin zu schwer kranken, verhaltensauffälligen und im schlimmsten Fall sogar toten Tieren“, erklärt Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist es wichtig, im Verdachtsfall nicht wegzuschauen, sondern frühzeitig die Polizei oder das Veterinäramt einzuschalten. Der Verband hat deswegen auch eine Checkliste entwickelt, um mögliche Animal Hoarding-Fälle früh zu identifizieren. Gleichzeitig fordert der Verband eine intensivere Auseinandersetzung mit der Krankheit, um den Betroffenen zu helfen, eine bessere Vernetzung zwischen Behörden und Hilfsdiensten zu schaffen und so langfristig eine Besserung zu erzielen.


03.06.2019

Pressebericht Rehkitz Ende Mai 2019 (PDF)


03.06.2019

Pressebericht Nau eiens neuen Hundehauses und Tierheimbelegung 2018(PDF)


24.01.2019

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

HIER GEHTS ZUM KINO SPOT: VOLKSBEGEHREN ARTENVIELFALT


22.01.2019

Rotwild in Not! Stoppt die Auflösung von Winterfütterungen!

Hier ghets zur Online Petition:

https://www.change.org/p/bundespr%C3%A4sident-alexander-van-der-bellen-rotwild-in-not-stoppt-die-aufl%C3%B6sung-von-winterf%C3%BCtterungen


22.01.2019

Januar 2019 Auflösug von Winterfütterungen - ein Besuch im Angertal!

Tessy Lödermann vom TH Garmisch-Werdenfels ( DTB LV Bayern), Dr. Christine Miller (Wildes Bayern), das Team von Gut Aiderbichl und weitere Tierfreunde aus Österreich und der Schweiz hatten sich auf den Weg gemacht.

Ein unvergesslicher Tag, mit viel Mühen beim Aufstieg verbunden. Gerade dieser beschwerliche Weg, er war für mich sehr emotional, hat mir bewusst gemacht, dass diese wunderschönen Tiere zu uns gehören. In solchen extremen Notzeiten muss der Mensch helfen. Unsere Ansprüche sind sehr hoch, die des Wildes sehr einfach. Es will und muss überleben! Wir tragen eine große Verantwortung für unsere tierischen Waldbewohner. Wir waren uns alle einig, dass hier schon rein aus ethischen Gründen gehandelt werden muss.

Johanna Ecker-Schotte


13.01.2019


12.01.2019

In der Nacht von Freitag, 11.01.2019 bis in die Morgenstunden vom Samstag, 12.01.2019 war das THW BAD AIBLING im DAUEREINSATZ um einige Dächer der Tierheimgebäude von den Schneelasten zu befreien, damit nichts einstürzt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei diesen so freundlichen und fleisigen, ehrenamtlichen Helfern!


20.12.2018


07.12.2018

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke


Allzu oft landen zu Weihnachten verschenkte Tiere im Tierheim oder werden sogar ausgesetzt.

Zur Weihnachtszeit wünschen sich viele Menschen und vor allem Kinder ein Tier. Doch dieser Wunsch bringt viele Probleme mit sich, denn ein Tier lässt sich nicht so einfach wie ein Pullover oder ein Spielzeug umtauschen. Nach den Feiertagen werden viele unüberlegt gekaufte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben.

Verschenken Sie daher bitte grundsätzlich keine Tiere. Denn die Anschaffung eines tierischen Mitbewohners sollte gut überlegt sein - alle Familienmitglieder müssen einverstanden sein, Sie müssen genügend Zeit für das Tier aufbringen und ihm eine artgerechte Haltung bieten.

Das sind nur einige Punkte, die vor dem Tierkauf zu überdenken sind. Gerade in der Hektik der Vorweihnachtszeit bleibt dazu keine Zeit. Und der Trubel der Feiertage ist ohnehin nicht der geeignete Zeitpunkt, ein Tier in aller Ruhe an seine neue Umgebung zu gewöhnen.

Lassen Sie sich genügend Zeit, bevor Sie ein Tier zu sich nehmen. Bei einem Besuch im Tierheim können Sie mögliche Fragen klären und die dortigen Tiere erst einmal kennenlernen, bevor sie vielleicht einem von Ihnen ein neues Zuhause bieten. Schenken Sie niemals blind jemanden ein Tier - der Beschenkte sollte das Tier immer vorher kennen lernen.

Trotzdem müssen Sie zu Weihnachten nicht auf "tierische" Geschenke verzichten: Es gibt viele "unbelebte" Geschenke für Tierfreunde, zum Beispiel gute Ratgeberlektüre zur artgerechten Tierhaltung oder - sofern schon ein Tier im Haushalt lebt - geeignetes Heimtierzubehör .


07.12.2018

Silvesterknallerei und Tiere

Für viele Menschen bedeutet das Feuerwerk zu Silvester Spaß, für Tiere dagegen oft Stress. Der Krach ist besonders für Hunde und Katzen belastend, da sie ein wesentlich feineres Gehör haben als Menschen. Bei vielen Vierbeinern löst die Knallerei sogar Panik aus. Tierhalter können Vorkehrungen treffen, damit ihre Tiere gut ins neue Jahr kommen.

So sollten Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausgeführt werden, denn verfrühte Kracher könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Am Silvesterabend selbst sollten Türen und Fenster geschlossen sein, gegebenenfalls können auch Rollos heruntergelassen werden, um den Lärm und das Blitzgewitter ein wenig zu dämpfen. Katzen mit Freigang sollten am Silvesterabend unbedingt im Haus bleiben. Idealerweise sollte für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und andere Kleintiere ein ruhiger Platz in einem Raum geschaffen werden, der nicht direkt zur Straßenseite liegt. Vogel- und Kleintierkäfige sollten dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich durch ein großes Tuch abgedeckt werden.

Beruhigungsmittel sollten ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt verabreicht werden und nur dann, wenn bekannt ist, dass das Tier extrem ängstlich auf laute Geräusche reagiert. Meist reicht es schon, wenn eine vertraute Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen als souveräner „Rudelführer“ durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Keinesfalls sollte man das Tier trösten, da es sich so in seiner Furcht nur bestätigt fühlt. Hilfreich kann es sein, gewohnte Spielrituale bei Hund und Katze durchzuführen, die die Haustiere ablenken und die vermeintliche Stresssituation in eine entspannte Atmosphäre wandeln. Insgesamt hilft es den Tieren, wenn die übliche Tagesroutine eingehalten wird.

Wildtiere und Tiere auf Bauernhöfen

Ein Böllern in der Nähe von Waldrändern, auf Waldlichtungen, in Parkanlagen oder Höfen mit Tierhaltung sollte tabu sein: denn scheue Wildtiere in Wald und Flur reagieren besonders sensibel auf laute Geräusche. Auch bei Pferden und Rindern, die auf Weiden gehalten werden, besteht die Gefahr, dass sie in Panik geraten und ausbrechen.


Am Samstag, 15.12.2018 gibt es im Tierheim zum besinnlichen Ausklang vor den Feiertagen Punsch und Lebkuchen von 13 bis 16 Uhr.


09.12.2018

Unser "ROMANTISCHER ADVENT" am Sonntag, 09.12.2018 musste wegen des Sturms Regen leider ausfallen!


Unser Tierheim hat am Samstag, 01.12.2018 eine größere Futterspende überreicht bekommen.

Ins Rollen gebracht hatte dies die Schülerin C. Thiele , von der Mittelschule Fischbachau.

Grundgedanke von Chiara Thiele hierzu war der Verzicht auf Böller, Raketen und Co. und Weihnachtsgeschenke! Eine nachahmenswerte Idee, wie wir finden!

Lehrer und Schüler aus der Mittelschule Fischbachau haben ca. 160 Euro zum Kauf der Futterspende beigetragen,vom Rest der Geldspende wurden fast 100kg hochwertiges Futtermittel gekauft Die Aktion ist durch Mundwerbung zustande gekommen.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Frau Thiele, den Schülern und Lehrern der Mittelschule Fischbachau bedanken, die bei der Aktion mitgemacht haben:-)


Hier sehen Sie eine kleine Gallerie von ehemaligen und aktuellen Tierheimgästen ausserhalb der "Sparte" Haustier , die wir in den letzten Jahren "aufgepeppelt" hatten, oder unterstützen konnten: